treibhaus - der klimapodcast

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00:00:03: Hallo und herzlich willkommen zu Treibhaus der Klimapodcast.

00:00:06: Wir sind bei Episode Achtzig, und hallo Lila!

00:00:11: Hallo Christoph!

00:00:14: Lila dieser Sommer scheint kein Ende zu nehmen.

00:00:17: während wir aufnehmen steigen schon wieder die Temperaturen auf über achtundzwanzig Grad.

00:00:22: sie kratzen auch heute wieder die dreißig Grad Marke.

00:00:28: Wie hast du diesen Hitzesommer erlebt?

00:00:32: Auf die eine Art schön, weil ich hatte Ferien und es war sehr schön für mein Leben.

00:00:39: Insgesamt fand ich ihn eher unheimlich.

00:00:43: Ich fand es sehr schwer mit anzusehen wie Bäume kahl sind oder Landschaften austrocknen Und ich hatte irgendwie den Eindruck dass vielen die Worte fehlen um das zu benennen einerseits in Gesprächen mit Leuten, oder man sagt dann wie ja.

00:01:00: Ja ist schon wieder so heiß und es ist schon verrückt.

00:01:04: aber jetzt auch in den Medien habe ich das Gefühl gehabt traut man sich nicht so drüber zu sprechen.

00:01:12: Ein seltsames Schweigen über das Phänomen oder?

00:01:16: Also ich hab eben dann in den Medien hat es ja ganz lange gedauert bis das Thema überhaupt aufgegriffen wurde.

00:01:25: Als ich dann die Beiträge gelesen habe, habe ich das Gefühl gehabt ja es ist irgendwie doch so eine Art von Aufregung ein bisschen oder es ist wirklich heiß und ist jetzt die Klimakrise bei uns angekommen.

00:01:40: Und gleichzeitig aber so etwas wie einen Fortsetzten der Normalität also sowohl in der Politik als auch sonst im Alltag und nirgendwo Alarmstimmung.

00:01:52: Also es gab jetzt außer Klimabewegung und von ein paar Aktivistinnen keine Alarmstimmung.

00:02:01: Und zum Beispiel auch an den Ferienorten, wo ich war ging alles seinen Lauf als sei es mehr oder weniger normal.

00:02:08: während des brennts und während die Natur absterbter hast du gesagt ja und vor allem zehntausende Menschen sind gestorben.

00:02:18: also ist einfach unsäglich dass hier die Politik Nichts tut und sich nicht bewegt.

00:02:25: Niemand auch nur ein Wort an Erkennung oder auch nur der Trauer darüber ausspricht, dass hier Zehntausende Menschen gestorben sind.

00:02:34: Und ja das hat mich wirklich alles sehr bedrückt.

00:02:39: Genau das ist leider auch erst der Anfang.

00:02:42: Wir haben einen El Niño Jahr vor uns, das ist im Jahr die Prognosen auch.

00:02:50: Der Hitze-Sommer Das neue Normal sei, wobei das ja nicht ganz zutrifft.

00:02:54: Weil es wird noch heißer.

00:02:57: Ist ja nicht jetzt normal.

00:03:00: Also das fand ich auch etwas vom Schlimmsten, dass jetzt überall von Rekorden gesprochen wurde als wären diese heißen Temperaturen etwas das zu erreichen wäre?

00:03:10: Wir haben einen Rekord gebrochen!

00:03:12: Bravo klopfen wir uns auf die Schulter.

00:03:15: Und dann auf der anderen Seite eben dieses Reden von einem neuen Normal, einem

00:03:21: new

00:03:22: normal.

00:03:23: Das zeigt das wir offenbar irgendwie zwischen einerseits Rekordvorstellungen... Boah!

00:03:28: Wir sind jetzt schon bei dreißig, wir sind schon bei fünfunddreißig Grad und auf dem anderen auf der Anderen Seite den Festhalten an einer Normalität nicht in der Lage sind irgendwie denn ernster Situation zu erfassen.

00:03:42: Also wir sind da in Kategorien gefangen, die eigentlich der Situation überhaupt nicht angemessen sind?

00:03:49: Ja ich kann es ein Stück weit sehr gut verstehen woher das kommt.

00:03:55: Wir sind Gewohnheitstiere, Gewohnheitsverhalten sind grundsätzlich schwer zu ändern.

00:04:01: Ich weiß gar nicht ob es daran liegt dass man's nicht erfasst den Ernst der Lage oder ob gerade dieser Ernst erlage gewohnheits Verhalten sehr attraktiv macht weil sie auch Sicherheit gibt und irgendwie Gewissheit.

00:04:14: am Samstag mehr ich den Rasen punkt.

00:04:19: Ich glaube, dieses Festhalten an der Normalität hat durchaus auch eine Funktion im Sinn von einem Coping-Mechanismus.

00:04:26: vielleicht würde ich jetzt einfach behaupten aber vielleicht kann man sich ja ein bisschen bewusster überlegen woher denn die Normalität kommen soll wo es vielleicht nicht so schadet, also vielleicht treffe ich meine Freunde wie normal oder pflege meine Beziehungen wie immer.

00:04:42: Oder mache solche Sachen wie immer und kann das dort mehr holen?

00:04:48: Ja, also das New Normal sollte ja eigentlich eine Normalität sein in der wir uns nicht klimaschädlich, indem wir uns klimafreundlich auch gesellschaftspfreundlich, auch freundlich gegenüber anderen Menschen ohne Aggression und ohne Kriege, und ohne anderen zu schaden.

00:05:09: Und sich selber zu Schaden unterwegs sind auf diesem Planeten.

00:05:13: Das New Normal kann ja eigentlich nicht sein dass wir gewissermaßen einfach aus reiner Verunsicherung an dem festhalten was wir schon kennen

00:05:23: Genau wie wir uns da gegenüber dieser Zukunft verhalten und das nachdenken über die Zukunft im jetzt bedeutet.

00:05:31: Darüber habe ich auch gesprochen im Gespräch von heute mit Alexandra Blachhoffs.

00:05:43: Und heute haben wir die letzte Folge unserer Zukunftsgespräche, unserer kleinen Serie in diesem Sommer.

00:05:49: Lila eigentlich wollten wir ja für diese Folge mit der Zukunftforscherin Ina Kun reden, die aber aus zeitlichen Gründen nicht konnte.

00:05:58: Nun hast du mit Alexandra Flachos gesprochen und das ist ein sehr valabler Ersatz für Ina Kuhn!

00:06:07: Genau.

00:06:07: Alexandra Vlachos ist Historikerin und Forstund lehrt am Center for Development and Environment an der Universität Bern.

00:06:14: Ich arbeite mit ihr zusammen und weiß darum, dass sie sich einerseits mit Weltbildern von indigenen und vergangenen Kulturen auseinandergesetzt hat und andererseits bietet sie einen Kurs an für Masterstudierende, der heißt Desirable Futures also wünschenswerte Zukunft.

00:06:29: Also genau die richtige für diese Mini-Serie.

00:06:32: ich habe Sie zunächst mal gefragt Ob den Menschen allgemein gerne über die Zukunft nachdenken?

00:06:39: Oder ob das eher ein moderner Gedanke ist und man es früher gar nicht so gemacht

00:06:42: hat.

00:06:47: Ja, ich denke schon dass sich Menschen gerade dadurch auch auszeichnen, dass sie über die Vergangenheit und ihre Zukunft aktiv nachdenkeln können also eine konkrete Zeitvorstellung haben.

00:06:59: Die Tiere können die Zukunft auf jeden Fall antizipieren.

00:07:02: Sie können sogar planen Eichhörnchen die ihr Müsse verstecken usw.

00:07:07: Aber wahrscheinlich sind sie nicht in der Lage, eine Zukunft zu gestalten oder zu denken die über den Erfahrungshorizont dessen was sie kennen herausgeht.

00:07:19: Es fehlt ihnen also vermute ich wir wissen es ja nicht genau so diese Fähigkeit zum Visionieren.

00:07:24: Die Menschen können die Zukunft nicht nur antizipieren Sie können sich eben auch eine Alternative einer ganz anderen oder noch nie erfahrene Zukunft vorstellen.

00:07:34: Wir können auch bekannte Elemente neu kombinieren und dadurch etwas entwerfen, das es so noch nicht gegeben hat.

00:07:41: Entsprechend haben wir Gestaltungsmacht.

00:07:44: Die Menschen haben also eine besondere Fähigkeit die aber entsprechend mit einer Macht einhergeht.

00:07:49: Und zu deinem zweiten Punkt jetzt nicht alle Menschen und alle Gesellschaften haben dieselbe Macht ihre Visionen danach umzusetzen oder die Zukunft effektiv zu gestalten.

00:08:00: Also ich denke alle Menschen können sich ein anderes Leben oder eine andere Zukunft vorstellen.

00:08:06: Aber längst nicht alle können dies auch umsetzen, also nicht zum selben Grad.

00:08:13: Zentral ist also wenn wir bestimmte Menschen und Gesellschaften vergleichen wollen dass die Fähigkeit sich an die Zukunft vorzustellen nicht dasselbe ist wie die Macht diese Zukunft dann auch Wirklichkeit werden zu lassen.

00:08:25: Jetzt fühlt sich das ja irgendwie auf eine Art natürlich an über die Zukunft nachzudenken.

00:08:31: was möchte ich später mal werden als Kind oder so, wo soll das hin in unserer Gesellschaft.

00:08:37: Aber war es denn immer so?

00:08:40: Oder gibt's bestimmte historische Epochen, wo man viel über Zukunft spricht oder gesprochen hat oder anders?

00:08:51: Ich finde das eine sehr spannende Frage als Historikerin und ich glaube... Ich werde eine lange Antwort geben, aber die kurze Antwort verweckt zu nehmen.

00:09:01: Ich glaube dass die Zukunft uns viel sagt über die Gegenwart oder so wie wir uns die Zukunft vorstellen verrät einiges darüber wie wir die Gegenwahrt wahrnehmen.

00:09:11: entsprechend ja gibt es Unterschiede in den verschiedenen Gesellschaften und Epochen.

00:09:17: also ich denke das sich die Fähigkeit Zukunft vorzustellen um den Wunsch auch sie zu gestalten.

00:09:23: alle Menschen und Kulturen irgendwo teilen gewisse historische Unterschiede oder auch strukturelle Faktoren innerhalb einer Zeit und eine Gesellschaft, welche die Art über Zukunft nachzudenken beeinflussen.

00:09:38: Also beispielsweise Bildung oder die Staatsform, Hierarchien

00:09:42: usw.,

00:09:43: wie die Macht verteilt ist wiederum spielt eine große Rolle.

00:09:46: ob ich mir jetzt welche Zukunft das sich mir vorstellen kann Ich würde aber sagen vielleicht ist das Argument gereicht womöglich zu kurz.

00:09:56: wenn man Jetzt sagen würde ja, je freier gebildeter und demokratischer eine Gesellschaft, desto besser könnte ich mir die Zukunft vorstellen.

00:10:04: Das glaube ich eben nicht!

00:10:06: Aber vielleicht diverser und bunter?

00:10:11: Auch eine sehr streng monatische Gesellschaft hat durchaus eine Zukunftvorstellung aber wahrscheinlich eher geprägt durch einzelne oder wenige Diverse.

00:10:22: Die einzelnen Menschen in Sweden hatten da weniger Gestaltungsmöglichkeiten.

00:10:27: Aber die Menschen müssen definitiv zu jeder Zeit antizipieren.

00:10:30: Also wird es morgen regnen oder wird die Ernte ausreichen, wer übernimmt den Hof?

00:10:35: All diese Fragen zielen ja auf die Zukunft ab.

00:10:42: Ich glaube aber dass diese heutige Vorstellung von einer offenen und sehr frei gestaltbaren Zukunft historisch und auch geografisch ziemlich spezifisch ist.

00:10:56: Alles geht, genau.

00:10:57: Also wenn du dir eine bäuerliche Gesellschaft eher im Mittelalter vorstellst dann ist es vielleicht die Zukunft eher die Wiederkehr.

00:11:04: nicht unbedingt etwas Neues.

00:11:05: Es ist eher dass die Apfelbäume dann wieder blühen in Frühling und das der Schnee wieder kommt im Winter Dass sie Jahreszeiten Generationen Erntezyklen sich wiederholen Das gibt ja auch ein gewisser Sicherheit und Stabilität.

00:11:19: also war damals vielleicht weniger Zukunft war vielleicht weniger etwas völlig neues sondern es ist das, was immer wieder kommt.

00:11:28: Ist es nicht eigentlich eine Nicht-Zukunft?

00:11:32: Nicht unbedingt!

00:11:33: Ich würde sagen nicht unbedingt.

00:11:34: Aber da sind wir dann beim Thema die Zeit zyklisch.

00:11:38: oder ist es so spiralförmig wo sich nicht wiederholt aber dennoch sich gewisse Muster wiederholen?

00:11:45: ich glaube auch dass die individuelle Zukunft früher oder zu vielen anderen historischen Epochen stärker vorbestimmt war.

00:11:53: etwa Berufs

00:11:54: Wunsch?

00:11:56: Genau, also der Sohn wird den Hof übernehmen.

00:11:58: Die sozialen Schichten und die Archienen waren vielleicht weniger flexibel.

00:12:02: Nicht gar nicht!

00:12:03: Das stimmt so auch nicht aber wenig.

00:12:06: Und auch die großen Religionen.

00:12:07: wir haben lange Zeit relativ stark geprägt gelebt von diesen religiösen Vorstellungen, die beinhalten ja oft auch diese Elemente des Wiederkehrs und des Zyklischen.

00:12:19: Und das bietet Sicherheit und Stabilität für Individuen in einer Gesellschaft, die selbst sehr wenig Gestaltungsfreiraum haben.

00:12:27: Für ihre eigene Zukunft.

00:12:30: Weil ich denke vor der Moderne gab es weniger Zuversicht hinsichtlich des individuellen Schicksals.

00:12:36: Also die Kindersterblichkeit ist hoch Die Muttersterbigkeit ist hoch.

00:12:39: Du weißt einfach nicht Es ist nicht so.

00:12:42: Heute ist das auch nichts sicher Aber die Chance dass du eine Geburt überlebst Ist extrem hoch.

00:12:48: Richtig, richtig!

00:12:49: Also Krankheit Verlust Tod war weniger abgesichert, sag ich mal so als heute.

00:12:57: Und deshalb hat unsere Moderne eine ganz besondere Beziehung denke ich zur Zukunft weil wir haben uns von diesem Schicksal haften aber auch von dem Göttlichen irgendwo losgesprochen und wir glauben dass wir jetzt plötzlich mehr Spielraum haben.

00:13:11: Die Zukunft wird also anders als die Vergangenheit.

00:13:14: das ist ja schon irgendwie was Neues und wir können sie auch noch gestalten zumindest die Idee Und Fortschritt, Wissenschaft, Technik, Revolution, wirtschaftliches Wachstum.

00:13:25: Ich glaube dass all diese Ideen von einer Zukunft leben die ja offen ist oder besser oder anders.

00:13:30: Ja meine Kinder werden...

00:13:32: Genau genau ganz genau und vielleicht kann man dann in zwei Stunden ich weiß nicht mit ja genau oder man kann beimen was weiß ich Vielleicht um die These wie zuzuspitzen hat die moderne Die moderne Zukunft ist etwas das man produziert und gestaltet.

00:13:53: Und nicht einfach nur erwartet, also es nicht einfach muss.

00:13:58: Aber und ein großes aber ich glaube dass sich gerade in jüngster Zeit eben dieser Zukunftsoptimismus auch wieder sehr verändert hat weil wir doch einerseits in einem sehr extrem zukunftorientierten Gesellschaft leben, wenn du an KI denkst oder Klimawandel, Demografie, Raumfahrt, Transformation, Innovation usw.

00:14:18: ständig wird über die Zukunft gesprochen Und wir werden überflutet von Zukunft.

00:14:24: Manchmal wäre das Gefühl, wir können gar nicht mehr in den Gegenwart leben, nein alles geht so schnell und es verdient sich so schnell.

00:14:31: Als hätte dieses im Moment Leben, dass du ja Eingangs angesprochen hast fast gar keine Platz oder keine Zeit mit.

00:14:38: Genau!

00:14:42: Um zu schließen dieser Frage, andererseits scheint gerade vielen Menschen die Vorstellung einer besseren Zukunft allmählich ein bisschen abhanden zu kommen, weil ja wir leben in einer Zeit von nie dagewesen ökologischen Herausforderungen Klimakrisen Kriegen sozialen Unruhen.

00:14:59: Wir betrachten auch mit Sorge ich denke du und ich zumindest den Niedergang von demokratischen Werten Strukturen Und vielleicht sprechen wir heute wieder gezielt über die Zukunft Weil wir uns weniger sicher sind ob wir tatsächlich diesen Gestaltungsraum haben und dass diese Machtlosigkeit uns auch wieder einholt.

00:15:19: Gegenüber dessen, was wir uns

00:15:21: erwarten.

00:15:22: Das heißt du sagst so ein bisschen da ist ein neues Zukunftsbild, das am Entstehen ist oder?

00:15:28: Also was vielleicht eben nicht so schön und shiny und fliegende Autos ist wie man es dachte früher.

00:15:36: Aber eben das Allgemein, das ist ja klar, dass das dann so und so wird, dass sich das verändert.

00:15:42: Es gab's ja schon mal.

00:15:45: Kann man irgendwas sagen darüber, was eine Gesellschaft auszeichnet in deren neues Zukunftsbild verhandelt wird?

00:15:52: Was bedeutet das denn für ein Gesächer?

00:15:54: Weil man über plötzlich von verschiedenen Zyklen zukünftens spricht.

00:15:59: Genau also ich denke dass sein neues Zukunft ... Ja, ich denke ein neues Zukunftspiel wird wahrscheinlich vor allem dann verhandeln wenn das Alte nicht mehr trägt oder nicht mehr ...

00:16:09: Also kann er das mehr glaubt oder zu viele das nicht mehr

00:16:12: glauben?

00:16:14: oder wenn es sehr unsicher wird.

00:16:18: Oder ja, ich weiß nicht ob Glaube das richtig ist aber wenn wir merken vielleicht auch wie bei einer Beziehung Ja jetzt stimmt es einfach nicht mehr.

00:16:26: Es stimmt nicht mehr für mich.

00:16:27: Ich möchte gar nicht mehr diese Zukunft haben die die ich mir nun vorstellen muss.

00:16:33: Ich möchte eine andere Zukunft und Das bringt mich doch nochmal wie zu deiner letzten Frage zurück.

00:16:39: also was sagt Zukunft übergegenwart?

00:16:42: Und vielleicht kann man das so irgendwie zusammenfassen.

00:16:48: Es gibt so diese historischen Zukunftsbilder von der Wiederkehr, die Dinge kommen wieder vom Fortschritt alles wird besser vom Untergang Alles geht zugrunde Von der Rückkehr in die Vergangenheit.

00:16:59: wir müssen es nur machen wie früher dann wird alles gut und von verschiedenen Möglichkeiten.

00:17:05: ich glaube das da wo wir heute sind.

00:17:07: also ich würde mal sagen wenn wir sagen die Zukunft wird gleich sie bleibt gleich Dann sagt das etwas über unsere Vertrauen und Stabilität in der Gegenwart, vielleicht auch ein bisschen über unsere Machtlosigkeit wie sich es denn verändern könnte.

00:17:22: Wenn wir sagen sie wird besser dann erzählen wir was über unser Vertrauen- und Potenzial in der gegenwahrt.

00:17:27: also denkst du nach Kriegszeit einen Wirtschaftsboom aufschwung?

00:17:32: wenn wir sagen die zugen für katastrophal erzählen mir über uns ja Angst vor der Gegenwand weil ja der angst die uns irgendwie Luft abklemmt.

00:17:42: Wenn wir sagen, wir müssen zurück dann haben wir Verlust.

00:17:47: Gefühle, Verlusterngst und denken ja wir sind in eine falsche Richtung gegangen.

00:17:53: Und wenn wir aber sagen es gibt viele mögliche zukünfte Dann bedeutet das für mich wir sind sehr unsicher geworden In unserer Gegenwart und dass kann durch Krisen entstehen technologische Umbrüche Klimawandel all die Dinge die wir heute erleben Krieg politische Veränderung.

00:18:10: Also die Zukunft ist nicht mehr so selbstverständlich und dann wird sie zum Gegenstand von gesellschaftlichen Debatten, denke ich.

00:18:17: Und dann gibt es aber eben nicht nur ein Zukunftsbild.

00:18:20: jetzt sind wir in einer demokratischen Gesellschaft und haben verschiedene Vorstellungen davon.

00:18:26: und schließlich wird's zum Machtkampf.

00:18:27: also welche dieser Zukunftsbilder soll denn gestützt werden von der Gesellschaft soll finanziert werden soll wachsen dürfen

00:18:38: So auch die Ressourcen bekommen,

00:18:40: den physischen

00:18:41: Platz.

00:18:43: Und vielleicht ist Demokratie ja auch ein Verfahren um eine gemeinsame Zukunft auszuhandeln.

00:18:51: Was beobachtest du dir jetzt hier und in der Schweiz im Zug gerade auf Klimakrise und Nachhaltigkeit?

00:19:00: Wie würdest du sagen wie wird darüber gesprochen?

00:19:06: Ich habe den Eindruck dass in der schweiz die Nachhaltigkeit recht stark als Managementaufgabe verstanden wird.

00:19:15: Wie können wir unserem Konsum nachhaltiger machen, wie reduzieren wir Emissionen?

00:19:19: Welche Technologien brauchen wir?

00:19:21: Welchen Regeln?

00:19:22: brauchen wir Gesetze und Anreize?

00:19:24: Und das ist ja alles wichtig aber es auch sehr schweizerisch pragmatisch.

00:19:28: Es fehlt mir oft die größere Frage, wie wollen wir eigentlich leben?

00:19:33: Was ist ein gewöhnliches Leben denn?

00:19:35: Ja, was sind die gemeinsamen Werte und Hoffnungen und Wünsche auf... ...die wir uns als Gesellschaft irgendwo einigen können.

00:19:43: Und wo wollen wir hin?

00:19:44: so Kovadis, diese Frage.

00:19:48: Weil die Nachhaltigkeit sollte eigentlich nicht nur die Frage beantworten wie wir Schäden reduzieren sondern auch was bedeutet eine gute Zukunft für die Menschen oder für die späteren oder Generation nach uns?

00:20:03: Und vielleicht ist es in der Schweiz eine gewisse Verschiebung von diesen Zukunftsvisionen hin zum Verwalten von Risiken und Indizielkonflikten.

00:20:10: Also wir versuchen so pragmatisch als Gesellschaft Probleme zu lösen, Kompromisse zu finden – das war sehr Schweizerisches – aber auch möglichst wenig zu verlieren.

00:20:20: Ich möchte uns ja nicht allzu sehr verändern!

00:20:23: Genau, und wir haben viel zu verlierieren.

00:20:26: Aber vielleicht braucht's mehr als einfach die Frage wie verhindern wir das Schlimmste?

00:20:31: Vielleicht dürfen wir uns fragen und sollen wir uns sagen, ja wie soll eine gute Zukunft aussehen?

00:20:35: Weil die Schweiz hat auch sehr viele Chancen und Möglichkeiten mit der Stabilität, die sie mitbringt um den Wohlstand ein solches Experiment auszuprobieren.

00:20:47: Von daher kommt für mich auch dieses gemeinsame Element ins Spiel also auf der individuellen Ebene.

00:20:55: in der Schweiz ist es oft so die Frage was esse ich, wie reise ich, fliege ich, was kaufe ich noch?

00:21:02: Aber die großen Fragen sind kollektive Fragen.

00:21:03: Was wollen wir für eine Gesellschaft sein?

00:21:05: Auch in der Schweiz, was ist für uns Wohlstand?

00:21:08: Was ist ein gutes Leben?

00:21:11: Was sind wir bereit zu teilen?

00:21:12: Wo wollen wir uns verändern und was wollen wir

00:21:14: beibehalten?".

00:21:19: Und du sagst diese großen Fragen, die bringen irgendwie niemanden zurecht auf den Tisch.

00:21:22: oder werden die eher privaten verhandelt?

00:21:26: Oder nicht so sehr im öffentlich-politischen Raum.

00:21:29: Ich glaube schon so vielleicht in alternativen Projekten Aber weniger... Ich glaube, wir sind in der Politik und das hängt bestimmt auch zusammen mit dem Föderalismus.

00:21:39: Mit diesem demokratischen System, dass sich dann wieder gewählt werden muss usw.

00:21:44: Wir verlieren fast den Wald aus den Augen weil diese einzelnen Bäume, das sind konkrete Probleme die wird zu lösen versuchen pragmatisch und das ist nicht falsch.

00:21:55: Für diesen Baum war es jetzt süß und bei dem brauchen wir mal mehr.

00:21:57: Richtig!

00:21:59: Aber ich frage mich ob das dann als großer Hebel ausreicht.

00:22:04: Das reicht für den Weibchen?

00:22:05: Genau,

00:22:06: oder für diese Transformation über die wir alle in der Nachhaltigkeit gerne sprechen.

00:22:12: Du hast eben schon so alternative Projekte angesprochen, die eben so diese Zukunft vielleicht vorweg nehmen oder eben ganz anders auf einer anderen Ebene über Zukunfts sprechen, das Transition Movement zum Beispiel, da gibt es ja ganz vieles.

00:22:27: Kannst du kurz... Was dazu sagen, was denn diese Logik ist von die Zukunft vorwegnehmen?

00:22:32: Das geht ja gar nicht.

00:22:35: Ja und nein!

00:22:36: Also das geht dann nicht... Wir haben hier im Wessens sehr lineares Bild von Zeit.

00:22:42: Gestern heute Morgen

00:22:43: usw.,

00:22:44: aber wenn wir ehrlich sind gibt es ständig Überlappungen.

00:22:46: Es ist fast nicht möglich.

00:22:48: Außer ich habe dieses wirkliche Momentleben noch nicht verstanden.

00:22:52: Aber grundsätzlich ist es sehr schwierig nicht an das Gestern und an das Morden zu denken, so als Mensch.

00:22:59: Ich glaube, dass was urmenschlich ist Und ich denke diese Grundlogik von Transition Movement ist Wir warten jetzt nicht darauf, dass diese große Transformation dann irgendwann passiert.

00:23:12: Aber wir können aber auch nicht im Kleinen jetzt groß die Welt verändern.

00:23:15: also versuchen wir Eine wünschenswerte Zukunft schon zu leben in einem kleinen in ein Labor Versuch Szenario und schauen mal, wie das läuft.

00:23:31: Und dieses Movement setzt entsprechend stark auf lokale Gemeinschaften – es ist eine kleinräumige Versuche, anders geht's wahrscheinlich nicht – die Menschen entwickeln dann gemeinsam ein Bild davon.

00:23:41: im Idealfall, das sind sie, sagen wir mal normative Geschichten, wie diese Gemeinde resilienter sozialgerechter ökologisch nachhaltiger sein könnte.

00:23:51: Dann beginnen sich einzelne Elemente dieser Zukunft in die Gegenwart in der Gegenwart aufzubauen.

00:23:58: Das kann lokale Ernährung sein, erneuerbare Energie-, Gemeinschaftsprojekte... Sie versuchen eine Praxis einer gelebten Gegenwart eigentlich die Zukunft vorwegzunehmen.

00:24:11: In der Wissenschaft kennen wir ja das ein wenig an dieser Methode von Black Casting.

00:24:15: Es ist eigentlich eine Art Praxisanwendung davon Dass wir nicht unbedingt vom Problem ausgehen.

00:24:20: Wir haben ein Problem und wie hier wieder dieses Schweizer Pragmatismus, wie wenden wir das ab?

00:24:28: Sondern wir stellen uns zuerst mal vor.

00:24:29: Wie möchten wir leben?

00:24:31: Nicht vom Problem ausgehen sondern was wird denn schön und dann von dort zurück denken.

00:24:36: Was braucht es jetzt in einzelnen Schritte vielleicht?

00:24:41: Wie könnte man von jetzt dorthin kommen aber auch wie kann man von dieser Zukunft zurück basteln und zurückdenken so dass Im Idealfall, wenn man dann diese Schritte umsetzt Zukunft nicht nur etwas bleibt was man sich vorstellt sondern dass man tatsächlich gelebt oder sogar herstellt kreiert.

00:25:02: Welche Wirkungsmacht sprichst du denn dem zu?

00:25:04: die Zukunft vorweg nehmen und es in sie und jetzt in diese Praxis nehmen?

00:25:08: Also sind wir eigentlich so.

00:25:12: vorstellen das wir eine Gesellschaft sind und da sind lauter kleine Zukunftblasen drin.

00:25:16: oder wie also was passiert damit?

00:25:18: den

00:25:19: Ja, vielleicht.

00:25:20: Also schau mal ich glaube ja nicht dass wir jetzt sagen können okay diese Wirkungsmacht ist jetzt riesig und das die Lösung für alle unsere Probleme.

00:25:27: so einfach ist es nicht.

00:25:28: aber diese Lösung gibt's ja ohne ihn nicht.

00:25:29: Ich glaub sonst hätten sie bereits... Die eine genau!

00:25:32: Das wäre schön gewesen.

00:25:34: Okay also wenn wir uns was vorstellen wird es nicht automatisch wahr.

00:25:38: das lernen wir schon sehr früh im

00:25:40: Leben.

00:25:43: Aber ich tendiere dazu zu glauben Die Geschichte, die wir uns erzählen und dazu gehören auch Zukunftsvisionen unser Verhalten verändern.

00:25:56: Ich glaube sie sind sehr stark narrativewesen.

00:25:59: Wir zählen uns Geschichten von der Vergangenheit, von der Zukunft aber auch vom Jetzt Und ich glaube dass diese Narrative auch unsere Verhalten dann wiederum beeinflussen.

00:26:18: Ja, also es gibt... Ich meine ich kann die wissenschaftliche Beispiele geben in den Narrativ-Theorien und so weiter.

00:26:23: Aber ich glaube auch, vielleicht auch?

00:26:25: Ich weiß nicht ob man das analoge, du bist die Psychologin, ich bin sie nicht!

00:26:29: Man sagt ja dass man Gefühle an sich nicht ändern kann.

00:26:32: Wenn ich Angst habe, hab' ich Angst.

00:26:34: Ich kann mir auch nicht sagen, ich habe jetzt keine Angst.

00:26:36: Das funktioniert ja so schlecht aber ich kann meinen Gedanken enden.

00:26:40: Ich kannst nicht die Angst

00:26:41: wegdenken,

00:26:43: aber ich kan durchaus daran arbeiten, meine Gedanken.

00:26:47: Es ist ja gut, wenn ich Angst habe vor etwas, was gefährlich ist.

00:26:50: Aber wenn es etwas ist, das nicht gefährlich isst, kann ich an meinen Gedanken arbeiten.

00:26:54: und das ist auch nichts anderes als ich erzähle mir eine andere Geschichte über dieses... Was auch immer mir Angst macht, genau!

00:27:01: Über eine Spinne sag' ich mal, was weiß ich?

00:27:04: Und es scheint nicht schlecht zu funktionieren dass sich damit ein Stück weit mein Verhalten oder dann auch meinem Gefühl letztendlich tatsächlich ändern kann.

00:27:13: Nicht im Moment wo's da ist.

00:27:15: aber Ich glaube, die Vorstellungskraft oder die Wirkungsmacht ist schon ziemlich ein starker Driver.

00:27:26: Insbesondere wenn er in einer freien Gesellschaft lebt.

00:27:34: und ich glaube dass wenn ich als Individuum mir jetzt so einen Einzelprojekt anschaue, wenn eine Zukunft vorweggenommen wird und ich sehe oh wow hier funktioniert das schon dann bin ich stärker motiviert das auch umzusetzen, als wenn es eine reine Vorstellung ist.

00:27:52: Ja, ja.

00:27:53: Es zeigt ja einfach... doch, es geht!

00:27:55: Ist nicht nur irgendein Hingespinst.

00:27:57: Das

00:27:58: ist ein fliegendes Auto.

00:27:58: Aber es ist dann natürlich auch so, dass wir dann... das ist ein Labor.

00:28:02: also viele von diesen kleinen Zukunften werden da noch nicht funktionieren und werden dann nicht wachsen entweder weil sie die Ressourcen nicht bekommen und weil sie einfach nicht funktionieren oder weil sie andere Probleme mit sich bringen, die dann letztendlich größer sind als die Probleme, die sie lösen wollten.

00:28:19: Von daher ist es nicht das Mittel zur Lösung aber es ist ein Weg.

00:28:25: Also im Sinn von's Nichtes-Labor und man macht das Labor an und ein Ping kommt in die neue Supermedizin raus und da wird ganz viel Schrottmedizin produziert, die halt nicht funktioniert.

00:28:35: Und hier am CDI, am Center for Development and Environment Da machst du ja mit den Masterspielen einen Kurs, der heißt Desirable Futures.

00:28:45: Also wünschenswerte Zukunfte.

00:28:49: Erzähl mal warum brauchen die denn diesen Kurs?

00:28:51: Sind sie noch an der Uni?

00:28:54: Ja!

00:28:55: Die sind dann in der Uni und ... In unserem Nachhaltigkeitsmaster beschäftigen die sich einfach... I'm so sorry to be blunt.

00:29:04: Die ganze Zeit mit Problemen, Herausforderungen, Krisen.

00:29:08: das sind junge Menschen und das sind auch nur Menschen, und das macht ihnen auch Angst.

00:29:13: Und dann bist du nicht fähig, weder eine gute Wissenschaftlerin als ein guter Wissenschaftler zu werden noch Probleme zu lösen wenn du einfach ständig konfrontiert bist mit diesen Problemen.

00:29:25: Und da sind massive Probleme.

00:29:27: Das Ungerechtigkeitserstörung ist.

00:29:31: staune über jene die sich nicht ohnmächtig fühlen angesichts dieser Thematik, die sie da studieren.

00:29:40: Und kommt noch dazu, wenn wir wissenschaftlich arbeiten dann auch noch recht gut beschreiben können.

00:29:46: Prognosen aufstellen machen können wie diese Krisen und Risiken und so weiter in der Zukunft sich entwickeln und es sieht ja nicht unbedingt rosig aus in vielen von diesen Bereichen.

00:30:00: Das Problem ist die Diskrepanz dieser Prognose, die wir da wissenschaftliche aufstellen sagen uns nicht was wir hören wollen.

00:30:06: sie sagen uns das Gegenteil.

00:30:08: also werden wir traurig oder ohnmächtig.

00:30:11: Und ich glaube schon, dass es hier hilft die Frage zu stellen was wünschen wir uns denn eigentlich für eine Zukunft.

00:30:16: Nicht nur wie sieht sie sehr wahrscheinlich aus wenn wir so weitermachen sondern was wäre denn jetzt?

00:30:22: ja wenn du jetzt wählen darfst?

00:30:24: Eine Zukunft die dir richtig gefällt wo du leben möchtest und man kann das machen... Das kann ich nicht in diesem Rahmen erläutern.

00:30:34: Man kann das auch als eine wissenschaftliche Aufgabe betrachten.

00:30:39: Wir können Ideen sammeln, wir können diese Ideen verbessern und wie können wir sie umsetzen?

00:30:44: Also wieder dieses Stichwort der Transformation ist ja ein Schlagwort in den Nachhaltigkeitsforschung.

00:30:50: Es geht aber auch darum dass wir uns nicht von anderen... ich benutze jetzt ein schwieriges Wort als Historikerin, die kolonialisieren lassen also von Unternehmen oder Technologien Politikerinnen Medien die erzählen uns alle wie die Zukunft wird.

00:31:08: Kai wird kommen und die Arbeit wird automatisiert.

00:31:11: Und die Städte werden smart, wir werden anders konsumieren.

00:31:14: Das Fleisch wird im Labor hergestellt usw.

00:31:17: Aber nur weil eine bestimmte Zukunft technisch möglich ist oder auch wahrscheinlich ist, weil wir die Prognose haben heißt es noch nicht dass sie wünschenswert ist.

00:31:27: Es sind verschiedene Themen.

00:31:30: Der Kurs fragt deshalb auch wer erzählt uns eigentlich unsere Zukunft?

00:31:35: Wie stark glauben wir das einfach?

00:31:38: ohne uns selbst Gedanken zu machen?

00:31:40: und wollen wir diese Zukunft überhaupt.

00:31:44: Und ich glaube, wenn wir uns keine Alternative zum bestehenden vorstellen können dann bleibt uns ja nur das Bestehende zu optimieren und irgendwas anderes haben wir nicht.

00:31:53: aber eine Vision kann eben unseren Möglichkeit-Spielraum erweitern und ich glaube dass soll der Kurs... Wir können schon diese Softbegriffe wie Hoffnung jetzt einmal benutzen.

00:32:06: Hoffnung ist für mich nicht dasselbe wie Optimismus.

00:32:10: Optimismus ist eine Einstellung und Hoffnung sehr ein Gefühl, die Einstellung kann sein es wird schon gut kommen.

00:32:16: irgendwie das Gefühl erinnert uns ja es ist keineswegs so sicher dass es gut geht könnte anders kommen aber wir können vielleicht auch etwas dazu tatsächlich beitragen.

00:32:28: Und diese kreative Energie ist eigentlich die ich im Kurs auch sehen möchte Und es macht mich große Freude zu sehen, dass Studierende auch mal glücklich sind und einfach lachen.

00:32:39: Und dürfen nicht nur Krisen analysieren sondern sie dürfen visionieren, sie dürfen experimentieren Sie dürfen auch mal was Unmögliches denken und sich dann etwas entstehen lassen.

00:32:51: Wir haben das zulassen, was etwas entsteht weil ich glaube das brauchen wir ein Gefühl eben auch von gemeinsamer Gestaltungsmacht und einem gemeinsamen Horizont, weil ich glaube diese Transformation geht nur zusammen.

00:33:05: Und da sind wir an diesem großen Paradox der Moderne angelangt das uns beigebracht wurde an individuelle Freiheit zu glauben, an Selbstverwirklichung, an Wachstum und Fortschritt.

00:33:18: Believe in yourself!

00:33:19: Genau everything is possible ja wenn du nur und so weiter aber dann eigentlich dich nur noch mit deinen eigenen Befindlichkeiten.

00:33:28: Ich kann es ganz zugespitzt sagen, wir wurden erzogen als eine Gesellschaft von Egos die jetzt ein Planeten gemeinsam werden sollen.

00:33:38: Das ist eine ziemlich tappe Herausforderung und wir müssen wieder lernen zusammenzuarbeiten uns als kollektiv zu verstehen und kollektive Lösungen zu finden.

00:33:50: aber wir wollen ja auch nicht zurück zu dieser Gesellschaft wo uns jemand vorschreibt wie unsere Zukunft aussehen soll, was wir denken und fühlen sollen.

00:33:58: Genau!

00:33:59: Und deshalb glaube ich ist ein Lernprozess.

00:34:01: Wir müssen lernen und verhandeln und diskutieren und es wird mühsam und wir werden uns... Wie er tun

00:34:06: ist oder wie als Gesellschaft?

00:34:07: Ja, als Gesellschaft.

00:34:09: Und wir werden nicht einig sein und dann wird jetzt ein paar Mal eine Umdrehung wieder brauchen.

00:34:15: aber ich glaube das ist wichtig auch im Bezug auf den Kurs dass die Studierenden gemeinsam verhandelt welche Zukunft Sie wollen.

00:34:26: Also Sie entwickeln eine Zukunfts-Szenarie zusammen?

00:34:29: Nein, sie entwickeln in einer Gruppe verschiedene Zukunftscenarien so ein bisschen angelehnt an the Ministry for Future.

00:34:36: Entwickeln Sie die Zukunftscenario innerhalb der Stadt wo es verschiedene Ministerien gibt Bildung, Verkehr usw.

00:34:44: Das präsentieren Sie auch zusammen.

00:34:45: Da haben Sie ganz tolle Poster gemacht und dann aber auch individuell scheinen Sie im Essay oft sehr persönlich.

00:34:54: Das sind ja auch internationale Studierende, die kommen von überall auf der Welt und ich sehe sehr schöne Essays über ganz spezifische Zukunften – oft in diesem lokalen Kontext aus ihrem persönlichen Hintergrund heraus.

00:35:10: Also beispielsweise könnte man Schulbildung für Mädchen in Afghanistan verbessern usw.

00:35:17: Das ist sehr schön!

00:35:21: Es ist mein Lieblingskurs, ich darf so offen sagen.

00:35:25: Und es ist schön, weil auch Studierende, die einen schwierigen Hintergrund haben... Konfliktgebieten kommen, teilweise auch Flüchtlinge sind und jetzt irgendwie dürfen sie mit dieser Distanz sich eine andere Zukunft vorstellen?

00:35:42: Das ist bestimmt auch schmerzhaft aber ich glaube das hat auch was Schönes.

00:35:46: Ich hoffe es.

00:35:48: Würdest du sagen der Mensch Wir haben ja immer schon Sachen erfunden, der Pflug und die Wassermühle.

00:35:57: Diese Erfindung des Getüftel von irgendjemandem irgendwo hat ja immer stattgefunden.

00:36:04: Darin ist auch eine Fortschrittsorientierung.

00:36:08: Ich mach das jetzt besser, dann kann ich ein bisschen mehr mir malen.

00:36:11: Dann fliegt er besser.

00:36:14: Ist also nicht eigentlich diese lineare Zukunft der Fortschutz?

00:36:19: Wenn wir ehrlich sind, auch angebracht und richtiger.

00:36:22: Oder würdest du sagen ich bin ja auch ein Kind von dieser denären Fortschrittsgesellschaft?

00:36:28: Bin ich so blöd oder so verbildet von dieser Gesellschaft, dass sich das gar nicht denken kann, dass in anderer Zukunftsgedanke als irgendwie besser oder weiter oder so oder auch schlechter aber auf jeden Fall nicht zyklisch ist, dass ich es gar nicht Das ist mir gar nicht mehr möglich, das wirklich zu begen.

00:36:53: Ich glaube schon, dass es für uns schwierig ist, aber dass es nicht automatisch heißt, dass immer so war.

00:36:59: Also ich habe Zeitgeschichte studiert und auch Ägyptologie.

00:37:04: Und nichts hat mich mehr fasziniert als die Tatsache, dass diese pharaonischen Ägypter dreitausend Jahre lang ... Dreitausende Jahre lang?

00:37:14: Dass mehr oder weniger ähnlich selber politisches System Religion, Sprache.

00:37:22: Ja ja es hat sich verändert und jeder Ägyptologe ist sofort einwandt.

00:37:25: Aber im Großen und Ganzen ist es eine unglaublich stabile Gesellschaft gewesen Und in dieser Gesellschaft war dieses Zyklische enorm wichtig weil ich glaube nur so kannst du Stabilität erreichen.

00:37:40: Du musst gewisse Dinge immer wieder vorkommen.

00:37:45: Für die Ägypte war unglaublich zentral diese Gedanke von der Sonne Geht sie irgendwann unten, wenn sie untergeht stirbt sie.

00:37:53: Und dann durchläuft sich diese Nachtstunden und die zwölf Nachtstunde.

00:37:56: Die haben Sie ganz genau beschrieben in den toten Büchern weil dasselbe was passiert, wenn du stirbst.

00:38:00: Ja.

00:38:01: Du musst nur die Reise kennen.

00:38:02: Dann schaffst du das auch wieder am nächsten Tag?

00:38:04: Es geht dann weiter... Genau!

00:38:07: Aber du musst dich auskennen.

00:38:09: Und es wurde sehr viel Energie verwendet, diese Stabilität zu bewahren.

00:38:15: Und entsprechend war das nicht so sehr auf Fortschritt ausgerichtet, natürlich haben die auch ein bisschen sich verändert logisch.

00:38:23: Aber sehr viel Energie wurde auf Wiederkehr und das Bewahren auch ausgerichtet und auf eine gewisse Balance keine extremen Exzesse irgendwo durch.

00:38:36: also ich glaube nicht dass seine Gesellschaft drei tausend Jahre lang überleben kann, die wesentliche Minderheiten massiv unterdrückt usw.

00:38:45: Also

00:38:46: bin ich auch Sklave?

00:38:47: Nein!

00:38:48: Also es gibt keinen historischen Sklaven, nicht?

00:38:50: Ja in den Filmen die du schaust.

00:38:52: Die Beläge dazu fehlen.

00:38:59: also ich sage nicht jetzt klingt jetzt sehr idealisiert und eigentlich reden wir ja über was ganz anderes.

00:39:05: man kann das relativieren.

00:39:06: ja ja die hatten Kriegsgefangene da mussten auch manche arbeiten die wollten dass nicht das schon Aber es ist nicht so, dass diese Pyramiden im großen Stil von Sklaven erbaut wurden.

00:39:16: Also da gibt's ganze Dörfer Ausgrebungsstätten mit den Arbeiten die an ihre Familie mitgenommen und die wurden entlöhnt.

00:39:24: Es greift zu kurz diese Idee.

00:39:26: Da waren Sklave und das Fahrrad war der Gott und deshalb hat es funktioniert.

00:39:32: Aber grundsätzlich Die Vergangenheit war auch voller Zukunft Das glaube ich schon Und irgendeine hat sich dann durchgesetzt, aber vielleicht auch verschiedene.

00:39:40: Also wir leben ja auch in verschiedenen Gegenwarten vielleicht.

00:39:45: Was ich spannend finde... Ich drifte ein bisschen ab.

00:39:47: Ich find's spannend dass eigentlich gibt es für diese lineare Zeit gar keinen physikalischen Beweis.

00:39:53: Weißt du was?

00:39:54: Einstein hat eigentlich die ganze Geschichte relativiert und gesagt Ja also auch die Zeit ist relativ.

00:40:01: hier auf der Erde findet das keine Anwendung.

00:40:04: Aber im All durchaus, ja die Uhren gehen langsamer wenn du dich mit Überlichtgeschwindigkeit bewegst.

00:40:10: also diese Idee dass wir so auf einem Zeitstrahl uns befinden ist schon sehr stark dass wir daran glauben ohne so richtigen Beweis dafür zu haben.

00:40:21: aber ich glaube es geht in eine andere Richtung.

00:40:27: Das machen wir jetzt nicht mehr auf.

00:40:29: genau Ich glaube da sich die Bedingungen jeweils verenden.

00:40:34: Also man kann nicht aus der Vergangenheit lernen indem man einfach copy pasted, aber man kann Mustere kennen und doch muss man glaube ich sehr stark aufpassen.

00:40:45: es gibt diese ambivalenz also dass die Lösung früher Generationen.

00:40:49: was eine Lösung war für eine frühere Generation kann das Problem sein für die nächste.

00:40:53: Ja, das haben wir jetzt gerade erlebt.

00:40:57: An diesem Punkt sind wir und diese Industrialisierung hat enorme Fortschritte ermöglicht.

00:41:02: Wohlstand geschaffen die Lösung für sehr viele Probleme hat aber auch Strukturen geschaffen, die heute sehr große neue Herausforderungen mit sich bringen.

00:41:15: Ganz zuletzt haben wir viel relativ abstrakt gesprochen oder?

00:41:22: Was können denn höhere im hier und jetzt tun um diese ganze Gesamtsituation zu verbessern in Richtung desirable futures.

00:41:31: Vielleicht gern jenseits von so deine drei besten Recycling-Tipps, vielleicht gerne was Kröberes!

00:41:45: Ja irgendwie ist gar keine Option jetzt zu sagen wir können nichts tun das ist einfach... Das machen

00:41:52: doch ganz viele, sehr aus.

00:41:53: Yolo ist eher alles vorbei.

00:41:55: Hab's jetzt noch lustig?

00:41:58: Ja, jetzt machen wir nicht.

00:41:59: Wir sagen doch man kann etwas tun hier und jetzt und wenn es jetzt nicht darum geht weniger Plastik und weniger fliegen dann würde ich meinen dann werde vom Konsumenten eher zum Mitgestalter auch.

00:42:13: unsere Zukunft also wäre aktiv im Kleinen.

00:42:17: Ich bin jetzt vielleicht wieder bei Deine Zukunft vorwegnehmen oder frage dich wie möchte ich das Umwelt?

00:42:25: Weißt du was jetzt gerade einfällt?

00:42:27: Ich habe meinen Garten so gerne, weil das ist ein kleines Stück dass ich kuratieren kann oder wo ich eine gewisse Gestaltungsmacht darüber habe und ich denke das ist das was wir tun können.

00:42:40: Wir können versuchen diesen Radius ein bisschen auszuweiten nicht nur der Gartens vielleicht einen Teil von deinem Quartier und eine größere Gruppe ja genau vielleicht vielleicht sogar in meiner Gemeinde was weiß ich je nachdem was du beruflich machst Vielleicht sogar deine Stadt Hunaus.

00:42:57: Wie möchte ich, dass das ausschaut in zehn, zwanzig und dreißig Jahren?

00:43:00: Und dann dieses Backcasting machen, wie sich wirklich fragen... Was ist jetzt der erste Schritt zu dieser Zukunft?

00:43:06: nicht?

00:43:07: Ich kann nicht morgen diese Zukunft erreichen!

00:43:09: Das ist ja auch nicht der Anspruch, es ist ja die Zukunft.

00:43:12: Aber was ist ein erster Schritt in diese Richtung?

00:43:16: Finde ich Leute, die damit machen, die es auch cool finden.

00:43:19: Vielleicht muss ich teilweise verhandeln oder Kompromisse eingehen.

00:43:23: Da sind wir bei diesem Kollektiv wieder lernen, aber sie will dich zu fragen auch wie in diesem Kurs wir wollen.

00:43:29: Wir leben und was können die tun?

00:43:31: Was ist möglich so dass es auch noch Freude macht nicht ein zusätzlicher Stress Dass wir irgendwo in kleinen Schritten dort Dort hinkommen und dann vielleicht auch den Mut haben auch etwas zu verwerfen wenn's nicht funktioniert.

00:43:47: Aber ja genau ganz genau.

00:43:49: aber sich nicht nur Probleme suchen Und dann denken wie löse ich das Problem sondern eigentlich von der Lösung ausgehend oder von der Vision ausgehende.

00:44:00: Ja, wie könnte ich das realisieren?

00:44:16: Das war Alexander Blachos, Historikerin am Center for Development and Environment an der Uni Bern.

00:44:21: Christoph was sagst du?

00:44:24: Was hast du mitgenommen aus dem Gespräch?

00:44:26: Ich habe sehr viel mitgenommen aufs Gespräch.

00:44:29: vielleicht zwei Punkte.

00:44:31: Das eine ist dieser Gedanke, sich die Zukunft immer aus einem Hamsterrad vorstellen zu müssen in dem eben das Gleiche was ich heute tue, sich immer wieder repetiert und dass dieses Hamsterraten den wir heute gefangen sind drin heißt es wird immer besser, immer schöner.

00:44:53: Dieses Versprechen einer Zukunft die eben immer angenehmer für alle sein wird.

00:45:04: Und auf der anderen Seite der Gedanke, dass eben das was wir heute drin sind für eine Generation vielleicht sogar für unsere Generation stimmen mag aber eben für die nächste Katastrophe sein kann.

00:45:20: also dass wir gewissermaßen in diesem Hamsterraten den wir gefangen sind auch viel zu wenig darüber nachdenken, ob eben das was wir heute tun auch für die nächste Generation zukunftsbringend und nachhaltig sein wird.

00:45:38: Ich fände es sehr spannend dass sie findet diese zirkulären Zeitbegriffe mehr Stabilität ermöglichen gesellschaftlich gesehen jetzt.

00:45:46: Es macht ja irgendwie Sinn weil eben wiederkehrendes Gewohnheit, das gibt Sicherheit und es gibt auch Struktur.

00:45:53: ich persönlich habe das Gefühl eigentlich viele Menschen auf eine Art Spüren, dass diese Hamsterrad Erzählung, das meinen Kindern wird es einmal besser gehen.

00:46:04: Es wird alles immer besser, dass es irgendwie auserzählt und es macht natürlich Angst weil da nicht so breit drüber gesprochen wird, dass das halt leider nicht so sein würde.

00:46:16: nur von so paar doomer Podcasts über den Klimawandel.

00:46:23: aber wie Alexander auch sagt gibt's gerade gar keine Einigkeit darüber, was denn sonst wird in der Zukunft oder welche Erzählung von Zukunft denn sonst uns ins Haus steht.

00:46:35: Aber gleichzeitig finde ich Lila dass es doch so etwas gibt wie eine verstärkte Diskussion über diese Zukunftsfrage.

00:46:44: also ich glaube das sich weiterum so langsam der Gedanke wirklich herauskristallisierten.

00:46:50: Ich glaube dieser Hitze Sommer hat es uns noch mal wirklich vor Augen geführt grundsätzlich über ganz viele Fragen in dieser Gesellschaft, in dieser technisierten AI-getriebenen Erfolgs- und Gewinn getriebener Gesellschaft.

00:47:08: Dass wir über ganz vieles nachdenken müssen.

00:47:11: Und ich kann mir schon vorstellen dass aus diesen Diskussionen und auseinandersetzung mit den Bewahren, mit den Verteidigern des Systems die eben Zähnen und Klauen, ihre fossile Wirtschaft und ihr Wirtschaftssystem verteidigen werden was aus dieser Auseinandersetzung so etwas wie eine Einigkeit entstehen könnte über ein paar ganz fundamentale Prinzipien.

00:47:39: Wie zum Beispiel das Prinzip do no harm.

00:47:43: also eindigen wir uns darauf dass wir niemanden und nichts Schädigen, dass wir die Natur nicht schädigen.

00:47:50: Dass wir andere Menschen nicht schädigen und das wir auch uns selber nicht schätigen.

00:47:55: also wenn wir nur schon ein paar fundamentale Prinzipien annehmen würden und auf diese einigen könnten glaube ich wären wir einen ziemlich weiten Schritt schon voraus.

00:48:09: Du sprichst jetzt von Wir, wen genommen ist mit Wir?

00:48:13: Wir zwei oder wie als Gesellschaft oder wir als Welt?

00:48:18: Ich glaube, es gibt dann schon dieser Punkt wo wir... also dieses Wir ist natürlich immer ein ambivalentes und zum Teil auch ein gefährliches Wort weil da natürlich sofort wieder die Vorstellung einer Art von Diktatorischer Vorstellung dahinter steht, also diese Ökodiktatur-Idee.

00:48:38: Also dass wir uns eben etwas unterwerfen sollten.

00:48:42: aber ich glaube schon das wir wenn wir von einem Wir sprechen schon auch von einer Art Weltgemeinschaft sprechen sollten.

00:48:48: es gibt ja die Evidenz dass eine große Schritte in Richtung Klimaschutz und Naturschutz auf der lokalen Ebene tatsächlich vorangetrieben wurden vor allem eben auch auf der internationalen Ebene.

00:49:05: Also das Rahmenabkommen für den Klimaschutz ist ein fundamentales Werk, dass eben so etwas wie die Weltgemeinschaft auf ein Ziel verpflichtet hat – ebenso der Klimavertrag von Paris vom Jahr zwei Tausendundsechzehn.

00:49:21: Ich glaube schon, dass es gelingen könnte!

00:49:24: Auf der globalen Ebense die WeltbürgerInnen auf ein paar fundamentale Prinzipien zu verpflichten.

00:49:33: Das heißt es wir, meinst du ganz global?

00:49:35: Das ist das allergrößte Wir, was man meinen kann!

00:49:39: Ja wir haben ja keine... ich meine nicht die Chance anders zu denken oder?

00:49:46: Also wenn wir dieser Partikularität des Denkens bleiben und in dieser, da sagt Alexandra auch ganz klar, wenn wir diesen Schritt nicht machen dass wir von einer individuellen Glücksbefriedigung hingehen zu einer kollektiven Verantwortung dann glaube ich sind wir wirklich dumm.

00:50:10: Ich gehe grundsätzlich einig mit dem was du sagst.

00:50:11: ich würde aber die ganz große Kelle bisschen kleiner machen wollen und sagen wollen das wir und die Menschheit sich einigen werden muss.

00:50:20: ich glaube Das wird anders gehen müssen.

00:50:24: Ich glaube aber auch, dass es reicht damit es anders geht wenn sich genug einig sind und das sind weit weniger als alle die sich einigen werden müssen über Zukunftsbilder oder Grundsätze wie die Menschenrechte oder eben do no harm etc.

00:50:42: Also da bin ich mit dir einig Leela Damit das Ganze in Bewegung kommt und damit es auch in dem Sinne mehrheitsfähig wird, also dass es auch attraktiv wird für andere sich diesem Gedanken anzuschließen.

00:50:59: genügt ist wenn eine starke Minderheit sich für diese Gedanken einsetzt.

00:51:08: Wir gucken in der nächsten Zeit diese Minderheiten ein bisschen genauer an.

00:51:12: wir sind nämlich jetzt am Ende von unserer kleinen Zukunftserie zwar oft ein bisschen verkopft.

00:51:19: Ich hoffe, sie hat euch trotzdem gefallen.

00:51:22: Lasst es uns gerne wissen, liebe Hörerinnen und Hörern!

00:51:25: Im Herbst starten wir dann in eine neue Staffel.

00:51:27: Und da geht's nicht mehr eben so sehr um die Zukunft sondern um die Gegenwart.

00:51:31: Genauer gesagt gehts um... ...die Zukunftspeispiele, die es schon im Hier-und-Jetzt gibt.

00:51:39: Ein bisschen wie oder die verschiedenen Zukünfte, die ich schon im hier-und jetzt gebe, so wie das Alexandra auch gesagt habe.

00:51:44: Und darum was das alles denn mit dem Klima zu tun hat lasst euch also überraschen.

00:51:48: Wir informieren euch wie immer über unseren Newsletter und wenn ihr unsere Arbeit unterstützen wollt, ihr wisst schon.

00:51:56: Der Button Unterstützung auf unserer Webseite ist der direkteste Weg um das zu tun.

00:52:04: Und damit verabschieden wir uns!

00:52:07: Treibhaus, der Klimapodcast.

00:52:09: Wie immer am letzten Freitag des Monats eine Produktion von Podcast Lab mit Oliver Christe und Samuel Schlafly, Esther Peitsche, Lena Schubert, Anna-Ida Fils mit der Musik von Lukas Fretz und mit mir Lila Gurtner

00:52:23: Und mit mir Christoph Keller.

00:52:25: Ihr findet uns auf www.treibhauspodcast.ch und überall wo es gute Podcasts gibt, auf www-podcastlab.ch Und immer am dritten Wochenende des Monats on Air auf Radio X!

00:52:38: Wir sind auch auf Instagram und auf LinkedIn.

00:52:42: Wenn euch Treibhaus gefällt wenn ihr Anregungen habt oder Kritik einfach schreibt an mailat treibhaus podcast.ch.

Über diesen Podcast

«Tre!bhaus» ist der Podcast, der dir erzählt, was dein Alltag mit der Klimakrise zu tun hat: dein Müll, dein Internet, deine Tomaten, dein Bier – wir erzählen die Alltagsgeschichten. Und wir stellen die Frage nach den Strukturen in Wirtschaft, Politik, Gesellschaft – mächtige Strukturen, die verhindern, dass wir klimagerecht leben, wirtschaften und denken. Wir gehen nah ran, unmittelbar, wir befragen Wissenschaftler:innen, Expert:innen, Betroffene und Aktivist:innen und liefern Ideen, was getan werden kann.

Ein Podcast von Olivier Christe, Céline Elber, Anna Ida Fierz, Johann Otten, Esther Petsche, Christoph Keller, Samuel Schläfli, Lena Schubert.

von und mit Christoph Keller, Anna Ida Fierz, Olivier Christe, Lilla Gurtner, Samuel Schläfli, Lena Schubert, Esther Petsche

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